Montag, 23. Juni 2014

Machs gut..und weiter geht's!


Endlich da, der letzte Tag. 
Voll herzlicher Küsslein und freundlicher Worte beteiligt sich jeder an der obligatorischen Abschiedsrunde. 
Die Selbstlose lächelt freundlich,während der Denker nur durch eingeworfene Sätze aus seinem Gedankenvorhang hervorlugt. 
Die Abschiednehmerin richtet ein paar lieb gemeinte Worte an die Gemeinschaft und wird rabiat durch den lauten Satz der Ichbezogenen aus der Abschiedstimmung geworfen :"oooh, Nadja, du bist ja an meiner Hochzeit garnicht hier! Voll scheisse!"  
Die Verabschiedete, welche sich nicht des Namens Nadja erfreut, kann nur verdutzt lächeln über einen so unangepassten aber allseits beachteten Unterbruch der Runde. 

Die Selbstbewusste, welche sich lieblich gern an dem Honigmundschwatz beteiligt hätte, entscheidet sich doch lieber für die dramatische Wendung der Geschehnisse, welche durch ihre exponierte Äusserung die Dramatik von einem unperfekten Hochzeitstag untermalt.
Als Teil und dennoch Herrin der Lage ist die Aufgeschlossene hin und her gerissen, sich der Spannenden Neuigkeit oder der bald endenden Tatsache zuzuwenden und ist schlussendlich damit zufrieden, sich zum einen nicht zu äussern und das andere nicht weiter zu beachten. 

Unterhalten und unterbrochen steht die zu Verabschiedende nun im Raum, voll im Geschehen dabei, in der Zukunft nicht mit eingeplant und somit voll in ihrer rechtmässigen Rolle:

Noch präsent, aber nichtmehr eingeplant. 

Wie es sein soll: Verabschiedet. 


Samstag, 21. Juni 2014

Auf geht's!.. ein neues Kapitel

Da bin ich nun.

Willkommen in meinem Leben.
Losgelöst von meinen bisherigen "beinahe"- Emoposts geht's nun:
AUF AUF, in ein neues Kapitel.. und euch nehme ich mit!

Geplagt von einem zu grossen Hintern, dem perfekten Prinzen -der sich ziemlich konsequent weigert an meine Tür zu klopfen- und einem Job -der mir fehlt, obwohl mein Studium bereits in 2 Monaten beginnt-  bin ich eine fast normale 22 Jährige auf der Lauer nach dem Besonderen im Alltag und der Normalität im Chaos.

Selbstfindung, mein neues Ziel welches ich hoffentlich auf meiner 5 Wöchigen (Wander-)Reise an die Ostsee erreiche. Übermorgen ist mein letzter Arbeitstag und im September beginnt das Studium. Bis dahin heisst es Freiheit!
Ich - mein Hund, der genau so untrainiert ist wie ich, da Möpse bekanntlich keine Helden im Ausdauersport sind - und mein fast 14 Kilo schwerer Rucksack.

-BACKPACKING!- Yayy

Bis dahin sinds noch 4 Wochen, mal schauen was sich als würdig erweist hier vorher thematisiert zu werden

Knutsch!

MisSarahh







Montag, 18. Juni 2012

Ungreifbar


Der Wind rauscht leise. Es fahren keine Autos mehr um diese Zeit. Jetzt ist es ganz still.
Ich spüre die harten Kieselsteinchen unter meinen Händen. Sie knirschen, während ich sie mit meiner Faust umschliesse und langsam auf den Boden fallen lasse.
Ich weiss nicht wieso ich hier bin. Keine Ahnung was mich her gerufen hat. Ich sitze einfach hier. Ohne Grund. Ohne Sinn. Ohne Ziel.
Vielleicht bin ich gekommen, um nachzudenken. Doch mein Verstand ist zu müde um sich zu sorgen oder einen Grund zu finden. Einen Grund wofür?
Ich weiss es nicht.
Es ist ein und dieselbe Frage. Immer und immer wieder in meinem Kopf. Sie schreit nach einer Antwort. Einer Antwort die ich nicht kenne.
Denn auch die Frage kenne ich nicht.
Sie ist einfach da. Nicht greifbar. Aber beständig.
Ich taste nach der Mauerwand an der ich lehne. Nach den festen Steinen. Massiv, mit Vertiefungen und Erhöhungen. Sie fühlt sich kühl an, unter meinen warmen Fingern.
Die Stille in mir macht mich skeptisch. Nur mein regelmässiger Atem tritt hörbar nach aussen.
Alles andere bleibt still verborgen in mir, in sich selbst.
Ich werde nicht versuchen nach ihm zu greifen, diesem Gefühl, dass noch etwas fehlt.
Diesem Gefühl, dass da eine Frage ist, die nach einer Antwort schreit.
Eine Zeit lang habe ich geglaubt, es sei die Frage nach mir selbst. Die Frage danach wer ich bin.
Woher ich komme, dessen bin ich mir bewusst. Wohin ich gehe auch. Aber wer bin ich?
In einer Spirale voller Fragen nach Umfeld und Einfluss, kristallisierte sich immer und immer weiter die rohe, nackte Frage nach dem wer heraus.
Doch auf sie gibt es keine Antwort. Noch nicht. Die Antwort auf das „wer“, beantwortet sich jeden Tag durch unser Handeln ein Stückchen mehr. Bis am letzten Tag, wenn wir dieses Leben verlassen, unser ich zu Ende geschrieben wird.
Aber dies war nicht die Frage, die mir keine Ruhe lässt.
Wieder spüre ich in mir diesen Ruf aufkeimen. Jenes Flehen nach dem, was ich nicht weiss.
Langsam stehe ich auf. Klopfe mir den Dreck von den Klamotten. Vorsichtig streiche ich noch einmal über die Mauer. Ich mag es, den Stein zu fühlen.
Er holt mich zurück ins hier. Ins jetzt. In die Welt, in der Dinge greifbar sind.  

Donnerstag, 14. Juni 2012

Herzenskraft


Oft scheint unser Herz den rechten Weg zu weisen.
Es warnt vor Bösem und hat Sehnsucht nach dem Guten.
Zu leben ohne es, wäre ein fataler Verlust.

Aus dieser Angst heraus,
Es verlieren zu können,
Verschliesst ein mancher sein Herz.

Verschliesst es vor all den Dingen,
Die es zerbrechen könnten.
Und verwehrt ihm so,
Seine Kraft zu entfalten.

Denn wenn diese Kraft sich in Sehnsucht äussert,
Braucht es Unmengen Stärke diese auszuhalten.

Und wenn dem Herzen der Gegenstand der Sehnsucht verwehrt bleibt,
So scheint die Kraft des Herzens dieses geradezu zu zerreissen.

Und so schliessen sich die Tore,
Zwischen dem Herzen und der Welt.
Um das Herz vor seiner eigenen Stärke zu beschützen,
Die zugleich zu seiner grössten Schwäche wird.

MisSarahh, 13.3.12 Essen

Handeln


Eines morgens aufgewacht,
Noch garnicht gross nachgedacht.
Den Tag gelebt,
Ohne zu denken wies weitergeht.

Mit einer Sicht nach gleich,
Ein Handeln für morgen getan,
Vielleicht war's ganz leicht,
Und unscheinbar von Anfang an.

So ist das mit dem Leben jetzt,
In einer Zeit die ganz unscheinbarhetzt,
Wo man zu wenig denkt und zu viel tut,
Zu wenig schaut, und zu schnell macht.

Drum sei auf der Hut,
Und handle mit Bedacht.
Da du jetzt nicht weisst,
Was dein Handeln für morgen heisst.


MisSarahh,14.6.12